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Kinder + lange Autofahrt = Frust?

Ohne die richtige Vorbereitung wird die Anreise zur Geduldsprobe für alle Beteiligten

Auf den lange ersehnten Sommerurlaub freut sich zu Ferienbeginn die ganze Familie. Schließlich sind nach den Strapazen des Alltags alle stark erholungsbedürftig. Glücklich können sich da diejenigen Eltern schätzen, die eine kurzstreckige Flugreise gebucht haben. Denn lange Anreisen mit dem Auto werden für Eltern schnell zur waschechten Geduldsprobe. „Wann sind wir endlich da?", heißt es da bereits kurz nach der Autobahnauffahrt. „Ich muss mal!", dringt es lieblich an Mutters und Vaters Ohr - natürlich unmittelbar nach ausgiebiger Rast, während der sich die Sprösslinge partout nicht zum Toilettenbesuch überreden lassen sollten. Noch so ein Klassiker: „Ich hab' Hunger!", dicht gefolgt von „Ich hab' Durst!". Wer mit mehreren Kindern verreist, kenn sicher auch Dinge wie „Der hat mich gehauen." oder „Die gibt mir die Puppe nicht."

Bei Autofahrten wie diesen werden Eltern schnell an ihre Grenzen geführt, sind Kellner, Animateure und Streitschlichter in Personalunion. Klar, dass das kein guter Start in den Urlaub sein kann. Doch auch für die Kinder ist es kein Spaß, stundenlang auf der Rückbank des Familienvehikels zum Urlaubsort unterwegs zu sein. Langeweile ist da vorprogrammiert, denn anders als Erwachsene haben Kinder eine sehr geringe Leidensfähigkeit in Bezug auf Geduld und Ausdauer. Klar also, dass Eltern hier gut vorplanen und für ausreichende Beschäftigung unterwegs sorgen sollten.

Regel Nummer eins: Snacks

Eine gut durchdachte Anreise beinhaltet ein Angebot an schnell verfügbaren, gesunden Zwischenmahlzeiten. Klein geschnittenes Obst und Gemüse lässt sich sehr gut vorbereiten und in einer Kühlbox mitnehmen. Bei den ersten Anzeichen von Hunger ist dann fix ein leckeres und gesundes Speisenangebot zur Hand, das die Kinder vorübergehend beschäftigt und gleichzeitig für eine wertvolle Vitaminspritze sorgt. Natürlich sollte auch immer genug zu trinken an Bord sein. Das ist besonders an heißen Tagen wichtig. Hier eignen sich Wasser, Saftschorlen oder ungesüßter Tee.

Regel Nummer zwei: Unterhaltungsprogramm

Nichts ist für ein Kind schwerer zu ertragen als Langeweile. Eltern sind daher dazu angehalten, für die lange, öde Autofahrt altersgerechte Aktivitäten in der Hinterhand zu haben. Das kann zum Beispiel die Suche nach fremden Autokennzeichen vorüberfahrender Fahrzeuge sein. Hieraus lässt sich ein gutes Spiel machen, bei dem derjenige gewinnt, der innerhalb einer bestimmten Zeit die meisten fremden Kennzeichen entdeckt hat. Auch Spiele wie „Ich packe meinen Koffer" lassen sich ohne Hilfsmittel im Auto durchführen, machen Spaß und trainieren zusätzlich Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit des Kindes. Ganz kleine Kinder freuen sich hingegen bereits an einem neuen, unbekannten Spielzeug, das sie während der Fahrt bekommen und dann in Ruhe erforschen können. So wird der Mangel an neuen Eindrücken im Innenraum des Fahrzeugs kompensiert.

Eltern sollten neben der Beschäftigung während der Fahrt ausreichend häufige und lange Pausen einplanen. Dadurch kommt die Familie zwar nicht schneller an ihr Urlaubsziel, die Anreise ist aber für alle Beteiligten erträglicher und entspannter, wenn sie immer wieder durch etwas Bewegung und frische Luft unterbrochen wird.


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Letzte Aktualisierung am 05.07.2011.

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