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Mumps - Diagnose und Prognose



Wie läuft eine Diagnose ab?

Bei einer Infektion mit dem Mumps Virus ist bei der Untersuchung der betroffenen Person auffällig, dass bestimmte Druckpunkte im Bereich des Hinterhaupts und des unteren Kiefernwinkels sehr schmerzhaft sind. Sie werden Rilliet-Druckpunkte genannt und sind wegweisend für die Erkrankung mit Mumps. Außerdem können in der Untersuchung des Blutes spezifische Antikörper gegen das Virus nachgewiesen werden. Ein direkter Nachweis des Mumps-Virus kann ebenfalls in der Untersuchung von Speichel oder Blut durch spezielle Laborverfahren erfolgen.

Im Falle einer Hirnhautentzündung können außerdem im Hirnwasser (Liquor cerebrospinalis) weiße Blutkörperchen (Leukozyten) nachgewiesen werden. Dazu wird dem Betroffenen durch einen Einstich im Rücken, auf Höhe der Lendenwirbelsäule, Liquor entnommen. Dieser Eingriff ist ungefährlich und wird nur dann vorgenommen, wenn es nötig ist, das Hirnwasser zu untersuchen um die Mumps-Meningitis von anderen, schwerwiegenderen Erkrankungen abzugrenzen.


Differentialdiagnose

Die Erkrankung sollte gegen andere Viruserkrankungen, wie beispielsweise Infektionen mit Coxackie Viren, Parainfluenza oder Influenza A, abgegrenzt werden. Außerdem kann die Schwellung der Ohrspeicheldrüse auch durch sogenannte Speichelsteine ausgelöst werden. Speichelsteine sind Ablagerungen von Salzkristallen aus dem Speichel, die die Ausführungsgänge der Drüse verlegen. So kommt es zum Sekretstau und die Speicheldrüse schwillt an. Meist genügt es, den Stein auszumassieren. Nur in wenigen Fällen muss die ganze Drüse entfernt werden. In sehr seltenen Fällen kann auch ein Tumor der Ohrspeicheldrüse (Parotistumor) eine Schwellung dieser Art auslösen.


Therapie

Da es sich bei Mumps um eine Infektion mit einem Virus handelt, ist eine medikamentöse Therapie der Erkrankung nicht möglich und auch in der Regel nicht notwendig. Bei Bedarf können schmerzlindernde und fiebersenkende Medikamente, wie Paracetamol oder Ibuprofen, gegeben werden. Wegen der Beschwerden beim Kauen sollten eher weiche Speisen gegessen werden. Säurehaltige Nahrungsmittel fördern außerdem den Speichelfluss und verursachen zusätzliche Schmerzen. Daher sollte beispielsweise auf Fruchtsäfte verzichtet werden.


Impfung

Als Mumps-Prophylaxe existiert eine Schutzimpfung, die bei Kindern ab dem 12. Lebensmonat durchgeführt werden kann. Sie wird von der STIKO (ständige Impfkommission des Robert Koch Institutes) dringend empfohlen. Für gewöhnlich wird sie zusammen mit dem Masern- und Röteln Impfstoff als Dreierkombination verabreicht und muss zwischen dem 5. und 6. Lebensjahr aufgefrischt werden. Die Impfung ist ein Lebendimpfstoff aus abgeschwächten Mumpsviren, der eine lebenslange Immunität vermittelt. Allerdings können durch den Lebendimpfstoff in seltenen Fällen Impfreaktionen auftreten, die einer Mumpsinfektion ähneln. Sie treten jedoch in einer sehr abgeschwächten Form auf und sind nur kurzfristig.

Schwangere, Immungeschwächte oder Personen, die eine Allergie auf Bestandteile des Impfstoffes haben, sollten sich jedoch nicht impfen lassen. Seit Einführung dieser Impfung in den Siebziger Jahren ist die Anzahl an Mumpsinfektionen drastisch zurückgegangen. Jedoch hat die zunehmende Impfmüdigkeit der Bevölkerung dazu geführt, dass die Zahlen nun wieder leicht angestiegen sind.


Prognose

Treten im Verlauf der Mumps-Erkrankung keine Komplikationen auf ist die Prognose sehr gut. Die Infektion mit Mumps heilt dann im Normalfall folgenlos wieder aus. Hat man die Erkrankung einmal durchgemacht, besteht in der Regel lebenslange Immunität. Eine Zweiterkrankung ist zwar möglich, tritt aber nur sehr selten auf.

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Letzte Aktualisierung am 13.10.2009.

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