Eine häufig zu hörende Meinung von vielen Müttern und Vätern ist diejenige, die davon ausgeht, dass ein Säugling im ersten Lebensjahr weder an Büchern noch an anderweitigen Beschäftigungen, wie etwa singen, ein Interesse hat. Sicherlich ist es so, dass ein gerade fünf oder sechs Monate alter Säugling nicht fasziniert ein Buch in die Hand nehmen wird, allerdings lässt sich sehr gut feststellen, dass bunte Bilder gerne betrachtet werden. Als Vater oder Mutter mit dem Baby immer wieder ein einfaches Bilderbuch anzusehen und hierbei zu erzählen wie ein abgebildeter Gegenstand oder ein Lebewesen heißt, fördert auf eine leichte Art und Weise die kindliche Entwicklung. Diese zeigt sich schlussendlich nicht nur darin, dass das Sprechen lernen des Kindes erleichtert wird, sondern auch in der Tatsache, dass die kindliche Neugier eine sinnvolle Unterstützung finden kann.
Ähnlich verhält es sich mit dem Vorsingen unterschiedlicher Lieder, die sowohl reine Kinderlieder als auch aus aktuellen Songs oder anderweitige musikalische Stücke bestehen können. Für die Kleinen ist es sehr beruhigend die singende Stimme der Mutter oder des Vaters zu hören, das Vertrauen wird gestärkt, das Gehör sensibilisiert und die Sprachentwicklung gefördert. Mögen vielfach Eltern ihre eigene Stimm als schrecklich empfinden und deshalb ein Singen für ihr Kind vermeiden, zeigt sich schlussendlich, dass selbst der schrägste Ton noch eine positive Reaktion bei dem Kind auslösen wird. Folglich lohnt es sich mit dem Baby zu singen und zu summen, denn die Effekte überwiegen bei Weitem einen misslich klingenden Ton.