Kinderwagen

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Kinderwagen, Sportwagen oder doch lieber Tri-Set?

Da man auch mit Baby flexibel unterwegs sein möchte, wird die Entscheidung für eine passende Transportmöglichkeit zur Geburt hin fällig. Der Markt bietet eine riesige Auswahl rund um Kinderwagen, Sportwagen, Jogger und Co. Wie so oft gilt auch bei den Kinderwagen, dass jeder seinen Vor- und Nachteil beinhaltet und ein Kauf wohl überlegt sein sollte.

Einfacher Kinderwagen

Ein herkömmlicher Kinderwagen besteht lediglich aus der Liegeschale und dem Fahrgestell und erweist sich als relativ unflexibel, sowie zumeist sehr sperrig, wenn man ihn in den Kofferraum legt oder auch im Bus fährt. Erhältlich ist solch ein Kinderwagen in zahlreichen Designs mit und ohne Lufträder und Zubehör, wie etwa Sonnenschirm, Einkaufskorb oder auch einen Regenschutz. Je nach Größe des Babys, kann man solch einen Wagen etwa sechs Monate nützen, dann wird er in der Regel zu klein. Hier findet sich dann auch ein weiterer Nachteil, denn solch ein Kinderwagen kann dann nicht zum Sportwagen umgebaut werden. Zudem sind diese Kinderwägen angesichts der kurzen Nutzungszeit relativ teuer und nur dann zu empfehlen, wenn man weiteren Nachwuchs plant. Ein Wertverlust von bis zu 70% ist bei einem Wiederverkauf fast schon Standard.

Tri-Set Kinderwagen

Tri-Set Kinderwägen sind diejenigen, die am meisten von jungen Eltern bevorzugt werden. So kann man zum einen die Liegeschale auch als gute Transportmöglichkeit auf dem Autorücksitz einsetzen und sich dadurch in den ersten Monaten einen richtigen Autokindersitz sparen. Die geräumige Liegefläche bietet dem Baby rund sechs bis acht Monate Platz für ein bequemes Liegen und ermöglicht so auch lange Ausflüge. Ist das Kind soweit, dass es sitzen kann, lässt sich der Tri-Set Kinderwagen zum Sportwagen umbauen und kann somit die kommenden 2-2,5 Jahre als Transportmöglichkeit für das Kind genützt werden.

Auch bei solchen Kinderwägen gibt es Designs in allen Farben und Motiven, sowie weiteres Zubehör aus Regenschutz, Sonnenschirm, Einkaufskorb oder auch ein Trittbrett für ein kleines Geschwisterkind. Je nach Modell kann es allerdings nachteilig sein, dass solch ein Tri-Set Kinderwagen recht sperrig ist und gerade auch im Auto viel Platz weg nimmt. Bei einem Kauf sollte man deshalb den Kinderwagen eigenhändig im Geschäft zusammenklappen, sowie den Umbau von Kinderwagen zu Sportwagen selbst praktizieren. Durch dieses Vorgehen, kann man sowohl das Handling als auch die zusammen geklappte Größe sehr gut austesten und sich dann für das passende Kinderwagen-Modell wesentlich leichter entscheiden.

Sportwagen, Buggy und Jogger

Ein Kinder-Sportwagen ist eine praktische Sache, denn Ausflüge lassen sich damit ebenso gut gestalten als auch eine Einkaufstour. Aufgrund er recht großen Sitz- und Liegefläche, kann der Säugling und das spätere Kleinkind bequem sitzen oder bei Bedarf auch darin Schlafen. Auch hier hält der Babyausstattungsmarkt vom einfachen und somit recht günstigen Modell bis hin zur „Luxus-Karosse" eine riesige Auswahl bereit und eine Entscheidung für oder gegen ein Sportwagen-Modell wird neben den optischen Gründen zumeist unter Einbezug der Finanzen gefällt. Gedacht sind solche Sportwägen ab einem Kinderalter von sechs bis acht Monaten, allerdings gibt es auch Modelle, die aufgrund bestimmter Vorrichtungen schon früher für den Baby-Transport verwendet werden können. Buggys sind die kleinen Varianten der Sportwägen, zeichnen sich dadurch aus, dass sie kaum Platz im Auto einnehmen oder auch im Bus und in der Bahn sehr klein zusammengelegt werden können.

Für längere Touren sind diese Buggys jedoch weniger geeignet, da der Komfort für das Baby nicht besonders hoch ist. Zudem sind diese Sportwägen erst ab einem Lebensalter von etwa 1,5 Jahren geeignet und bieten sich deshalb verstärkt für ein Kleinkind an. Jogger sind hingegen für sportliche Eltern und deren Baby/Kleinkind gedacht. Ein Vorderrad und zwei hintere Räder, sowie ein sehr stabiles Gestell, ermöglichen es ohne weiteres mit dem Kind Joggen oder Inliner fahren zu gehen und schränken somit die elterlichen sportlichen Ambition in diesem Bereich kaum ein. In der Stadt, im Bus oder in der Bahn, sowie beim Transport im Auto, erweisen sich jedoch Jogger als umständlich und nehmen zudem reichlich Platz ein. Empfehlenswert sind deshalb solche Jogger für sportliche Eltern und weniger für diejenigen, die sich mehr auf Einkaufsbummel mit Kind beschränken.



Letzte Aktualisierung am 29.07.2015.
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Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Kinderpsychiater
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