In den meisten Fällen ist der Verlauf der Erkrankung für den Arzt schon wegweisend, um die Diagnose Dreitagefieber zu stellen. Durch eine Blutuntersuchung kann außerdem zunächst ein Anstieg der weißen Blutkörperchen (Leukozytose) in der Fieberphase beobachtet werden, der, wenn sich der Ausschlag ausbildet, in einen ein Rückgang der Abwehrzellen (Leukopenie) übergeht. Zwei Wochen nach der Erkrankung sind auch spezifische Antikörper gegen das Herpesvirus im Blut nachweisbar.
Differentialdiagnose
Während der Fieberphase sollte ausgeschlossen werden, dass das Kind nicht an einer anderen, komplizierteren, fieberhaften Infektionskrankheit, wie einer Blasenentzündung (Zystitis), Mittelohrentzündung (Otitis media), Lungenentzündung oder Hirnhautentzündung leidet. Gerade beim Auftreten von Fieberkrämpfen sollte der Arzt sicher gehen, das keine Hirnhautentzündung (Meningitis) vorliegt. Dazu muss er möglicherweise eine Probe von Hirnwasser (Liquor cerebrospinalis) entnehmen, um dieses auf Bakterien zu untersuchen. Diese Liquorprobe wird gewonnen, indem auf der Höhe der Lendenwirbelsäule mit einer Punktionsnadel zwischen den Dornfortsätzen der Wirbel eingestochen wird. Dort kann man auf eine für das Kind ungefährliche Weise Hirnwasser entnehmen. Sind keine Bakterien im Liquor zu finden, kann man davon ausgehen, dass das Kind auch keine Meningitis hat. Aufgrund des Hautausschlags wird das Dreitagefieber oft auch mit Masern oder Röteln verwechselt.
Therapie
Bei Viruserkrankungen, wie dem Dreitagefieber, steht die symptomatische Therapie an erster Stelle. Das heißt, man achtet vor allem darauf, dass das Kind genügend trinkt, da beim Fieber vor allem viel Flüssigkeit verloren geht. Man kann unter Umständen auch versuchen, das Fieber durch Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen zu senken, oder alternativ dem Kind Wadenwickel zu machen. So kann auch die Gefahr für einen Fieberkrampf reduziert werden. Beim auftreten von Fieberkrämpfen können bei Bedarf auch antiepileptische Medikamente (wie Diazepam) als Zäpfchen gegeben werden.
Impfung
Eine Schutzimpfung gegen das Dreitagefieber existiert bislang nicht. Die Krankheit hinterlässt jedoch einen lebenslangen Schutz vor einer erneuten Erkrankung am Dreitagefieber. Vorbeugende Maßnahmen zum Schutz vor einem Exanthema subitum sind nicht bekannt, sind jedoch aufgrund der niedrigen Komplikationsrate der Erkrankung auch nicht notwendig.
Prognose
Das Dreitagefieber heilt meist von alleine und ohne Folgen nach einigen Tagen wieder aus. Die Prognose ist sehr gut. Auch die Fieberkrämpfe hinterlassen keine Schäden. Zudem kann das Dreitagefieber auch unbemerkt auftreten oder erst durch den typischen Ausschlag auffallen. Eine Infektion mit den auslösenden Herpesviren hinterlässt im Normalfall eine lebenslange Immunität.
Letzte Aktualisierung am 13.10.2009.