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Ringelröteln - Diagnose und Prognose



Wie läuft eine Diagnose ab?

In den meisten Fällen kann der Arzt schon aufgrund des Krankheitsverlaufs und des typischen Ausschlags die Diagnose Ringelröteln stellen. Weitere diagnostische Maßnahmen sind in der Regel nicht erforderlich. Nur im Zweifelsfall wird dem Kind Blut entnommen, um spezifische Antikörper nachweisen zu können. In der Blutuntersuchung zeigt sich dann zudem ein Rückgang der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) sowie eine leichte Blutarmut (Anämie).

Schwangere, die an Ringelröteln erkranken, sollten engmaschig überwacht werden. Dazu kontrolliert der behandelnde Arzt in der Blutuntersuchung den Wert des so genannten Alpha-Fetoproteins (AFP), anhand dessen eine Aussage über den Gesundheitszustand des Kindes getroffen werden kann. Zudem sollten regelmäßige Ultraschallkontrollen statfinden.

Differentialdiagnose

Die Ringelröteln sollten vor allem gegen alle anderen Infektionskrankheiten abgegrenzt werden, die einen Hautausschlag auslösen. Diese sind vor allem Masern, Scharlach, Windpocken und Röteln.


Therapie

Im Falle einer Erkrankung an Ringelröteln ist in der Regel keine spezielle Behandlung erforderlich. Der typische Ausschlag heilt im Normalfall von selbst wieder ab und muss nicht therapiert werden. Bei Bedarf können Mittel gegen Juckreiz (Antihistaminika) oder Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen gegeben werden. Nach dem Ausschlag ist die Haut oft schuppig, sodass sie nach dem Abklingen des Exanthems mit speziellen Lotionen gepflegt werden muss. Halten das Fieber oder eventuelle Gelenk- oder Muskelschmerzen länger an, sollte zunächst Bettruhe eingehalten werden, bis die Beschwerden nachlassen.

Nur Kindern mit einer Abwehrschwäche, chronischen Bluterkrankungen oder Knochenmarkserkrankungen, werden bei einer Infektion mit dem Parvovirus B19 Immunglobuline verabreicht, um ihr Immunsystem nicht zusätzlich zu gefährden.

Leidet eine Schwangere unter einer frischen Infektion mit dem Parvovirus B19 sollte wöchentlich eine Ultraschallkontrolle des ungeborenen Kindes durchgeführt werden, um auszuschließen, dass sich der Fetus ebenfalls infiziert hat. Erkrankt das ungeborene Kind im Mutterleib, besteht die Möglichkeit, dem Feten bereits im Laufe der Schwangerschaft Blutkonserven zu verabreichen. Dazu werden die Nabelschnurgefäße von außen durch die Bauchdecke der Mutter punktiert und das Blut des ungeborenen Kindes ausgetauscht.


Impfung

Eine Impfung gegen das Parvovirus B19 existiert bislang noch nicht. Um einer Erkrankung an Ringelröteln vorzubeugen sollte der Kontakt mit Infizierten somit möglichst gemieden werden. Personen, die jedoch einmal an Ringelröteln erkrankt sind, haben in der Regel einen lebenslangen Schutz vor einer weiteren Infektion.


Prognose

Erkrankt ein Schulkind an Ringelröteln heilt die Infektion im Normalfall von alleine und ohne Folgen wieder ab. Der Ausschlag kann mehrere Wochen lang anhalten, bereitet in der Regel aber kaum Beschwerden. Wenn keine Komplikationen auftreten, ist die Prognose einer Infektion mit dem Parvovirus B19 somit sehr gut. Jedoch sollte sowohl bei Kindern mit einer Abwehrschwäche als auch bei Schwangeren erhöhte Vorsicht geboten sein, da hier die Gefahr von Komplikationen erhöht ist. Wie auch bei anderen Virusinfektionen im Kindesalter, wie Masern oder Windpocken, besteht nach einer einmalig durchgemachten Erkrankung ein langfristiger, oft sogar lebenslanger Schutz vor einer erneuten Infektion.

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Letzte Aktualisierung am 13.10.2009.

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