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Schlafen lernen



Was wird für einen gesunden Schlaf benötigt?

Eines der wichtigsten Themen, die werdende oder gerade frischgebackene Eltern mit am meisten beschäftigen. Viele Tipps werden von Großeltern, Freunden oder Nachbarn geben, hinzu kommen noch die Ratschläge der Hebamme oder des Kinderarztes. Manchmal sind alle diese liebgemeinten Tipps gerade für junge Eltern sehr verwirrend, denn diese schwanken zwischen „lasst das Baby ja nie in euer Bett" bis hin zu „abends muss Ruhe sein, also einfach ins Bettchen legen und Tür zu". Letzteres ist gleich aus mehreren Gründen nun wirklich nicht zu empfehlen, denn neben gesundheitlichen Risiken, wird durch solch ein Alleine und Schreien lassen das Urvertrauen des Babys massiv zerstört.

An dieser Stelle sollen nun einige Hinweise jungen oder werdende Eltern die Themen Babys Schlaf und was es alles zu einem ruhigen und gesunden Schlaf benötigt, sowie auch so manche Frage nach den Ursachen von Schlafstörungen oder die Risiken eines Plötzlichen Kindstods, näher bringen. Interessanterweise, und das können gewiss viele erfahrene Eltern bestätigen, sind alle Tipps irgendwie hilfreich und doch auch wieder nicht, denn es entwickelt sich sowohl bei dem Baby als auch bei den Eltern im täglichen Umgang eine Eigendynamik, die sich dann auch auf die Schlafgewohnheiten auswirkt.

Diese Eigendynamik jedoch, kann man als Mama oder Papa durchaus steuern, denn gerade das Schlafen des Kindes kann ansonsten sehr schnell zu einem täglichen nervenstrapazierenden Thema werden, das sich, je älter das Baby wird, fast schon zu einem Machtkampf ausweiten kann. Dass dieser dazu führt, dass mit der Zeit alle Beteiligte entnervt sind und zum Offenhalten der Augen die berühmten Streichhölzer benötigt werden, ist ebenfalls eine Tatsache, die sich jedoch elegant umschiffen lässt.

Was das Baby alles zum Schlafen benötigt

Ein Neugeborenes kann die Körpertemperatur noch nicht besonders gut selbst regulieren oder gar ausgleichen. Warmhalten ist deshalb gerade auch im Bezug auf einen ruhigen Babyschlaf ein wichtiges Element, allerdings sollte man es damit nicht übertreiben, denn im Gegensatz dessen, steht dann auch das Risiko einer Überwärmung des kleinen Körpers. Viele Eltern haben sich schon darüber gewundert, weshalb ihr Säugling mit hochrotem Kopf in der Wiege oder im Bettchen lag, um dann festzustellen, dass ein dünner Pullover, ein Strampler, ein Body, Socken, ein Schlafsack und eine Decke dann doch des Guten zu viel war.

Damit man derartige Überhitzungen vermeiden kann, sollte man am besten dem Baby einen Body, sowie einen durchgängigen Schlafanzug in der Nacht anziehen. Im Winter ist dann ein Baby-Schlafsack eine sehr gute Lösung, um das Baby warmzuhalten ohne jedoch eine zu starke Erwärmung des Kleinen zu provozieren. Zum Schlafen selbst benötigt der Säugling jedoch kein Kissen, denn erstens ist es für die Wirbelsäule des Kindes besser flach zu liegen und zweitens umgeht man damit das Risiko, dass sich das Baby nachts im Schlaf auf das Gesicht dreht oder das Kissen sich über das selbige legt und es zu einem Luftmangel oder gar Ersticken kommt. Eine Decke ist dann angebracht, wenn man keinen Schlafsack nützen möchte oder es dann wirklich sehr kalt in der Wohnung ist. Auch hier sollte die Sicherheit mit im Vordergrund stehen, weshalb es nur zu empfehlen ist, an den unteren Ecken der Babybettdecke zwei Schlaufen anzunähen und diese dann an die Gitterstäbe des Bettchens zu befestigen. Durch solch ein Vorgehen wird es vermieden, dass die Bettdecke nach oben und somit wiederum über das Gesicht des Kindes rutscht.

Kuscheltiere und Co. sind im Bettchen zwar niedlich anzusehen, können allerdings ebenfalls zu einer Gefahrenquelle im ersten Babyjahr werden. Besonders in den ersten sechs Monaten wird der Säugling sich zudem kaum für einen großen Teddy oder ähnliches interessieren, so dass man getrost auf solche Schlafgefährten verzichten kann. Viel wichtiger ist es für einen gesunden und ruhigen Babyschlaf dafür zu sorgen, dass die Matratze eine gute Qualität hat, zumal im ersten Lebensjahr das Kind sehr viel darauf liegen wird. Kokosmatratzen sind im Bezug auf die Härte und somit der Wirbelsäulenschonung besser als Matratzen aus Schaumstoff, auch wenn letztere preislich zum Teil wesentlich günstiger sind. Hier sollte man der Gesundheit des Kindes zu Liebe nicht am falschen Fleck sparen, zumal gute Qualitätsmatratze über viele Jahre hinweg treue Dienste leisten können.

Ob man dem Baby für einen ruhigen Schlaf eine Spieluhr ans Bettchen hängt, ein kleines Licht anlässt oder einen Beruhigungssauger gibt, sollte man nach eigenem Empfinden entscheiden. Hier hat jedes Baby ganz persönliche Vorlieben oder Bedürfnisse, so dass man kaum eine allgemeingültige Empfehlung aussprechen kann. Hinsichtlich eines Schnullers sollte man jedoch aus Sicherheitsgründen darauf achten, dass man in der Nacht keine Schnullerkette zum Einsatz bringt. Zwar wird dadurch ein nächtliches Schnullersuchen vermieden, dagegen aber das Risiko der Strangulierung deutlich erhöht. Im Bezug auf einen friedlichen Babyschlaf braucht das Kleine kaum mehr als das bereits erwähnte. Sorgt man für einen gut gelüfteten Raum, ist das Baby satt und frisch gewickelt, wird es die besten Voraussetzungen für einen guten Schlaf vorfinden.


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Letzte Aktualisierung am 24.11.2009.

Babys Schlaf

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