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Schulische Probleme

Was sind schulische Probleme?

Schulprobleme kommen relativ häufig vor und können unterschiedliche Ursachen haben. Sie machen sich häufig durch Verhaltensauffälligkeiten und/oder Lernproblemen bemerkbar.
Lernstörungen stellen häufig eine persönliche Belastung für die betroffenen Schüler und ihre Eltern dar. Lernprobleme können von Konzentrationsstörungen über Lernblockaden in einzelnen Fächern bis hin zu Teilleistungsstörungen wie der Lese-Rechtschreib-Schwäche oder der Rechenschwäche reichen.

Generell unterscheidet man zwischen einer Teilleistungsschwächen und einer Teilleistungsstörung. Bei einer Teilleistungsschwäche liegt eine Funktionsschwäche in bestimmten Bereichen des Denkens, Fühlens oder Sprechens vor. Bei stärker ausgeprägten Formen spricht man von einer Teilleistungsstörung. Hierzu gehören beispielsweise die Lese-Rechtschreib-Schwäche und die Rechenstörung.


Welche Beschwerden können auftreten?

Leitbeschwerden bei Schulproblemen:

  • Schulleistungen, die sich immer weiter verschlechtern.
  • Schulangst
  • Schlechte Motivation
  • Verhaltensauffälligkeiten aufgrund der ständigen Misserfolge in der Schule. Dies kann den Schulerfolg weiter gefährden.
  • Psychosomatische Beschwerden wie Kopf- und Bauchweh.

Leitbeschwerden bei Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS):

  • Große Diskrepanz zwischen den Lese- und Schreibfertigkeiten eines Kindes und seinen übrigen geistigen und schulischen Fähigkeiten.
  • Verwechslung ähnlich klingender Laute oder ähnlich aussehender Buchstaben sowie das Auslassen und „Verdrehen" von Buchstaben. Auch wenn das Gelesene keinen Sinn ergibt, wird dies vom Kind nicht erkannt.
  • Schwierigkeiten beim Zuhören.
  • Schlechtes Gedächtnis für Wochentage, Farben und Namen.
  • Auch kurze Reime und Gedichte können nicht wiedergegeben werden.
  • Das Kind nimmt nur Informationen auf, wenn es direkt angesprochen wird.

Ursachen für Schulprobleme

Schulische Probleme können immer dann auftreten, wenn das Kind oder der Jugendliche sich überfordert fühlt und den Eindruck gewinnt, dass die eigenen Bedürfnisse nicht mehr zählen. Meist äußern sich die Überforderung oder Frustration in einem Leistungseinbruch in der Schule.

Als weitere Ursachen kommen in Frage:

  • anlagebedingte Probleme, z.B. Lese-Rechtschreib-Schwäche
  • soziale Probleme, z.B. Mobbing
  • Intelligenzminderung
  • Psychische Probleme oder Verhaltensprobleme, z.B. Angststörungen, Aggressionsstörungen oder Störungen des Sozialverhaltens beim Lernen.
  • Chronische Krankheiten, z.B. eine bisher unerkannte Seh- oder Hörnbehinderung.
  • Lebenskrisen, z.B. Scheidung der Eltern oder unglückliche Beziehungen in der Pubertät.
  • Teilleistungsschwächen
  • Teilleistungsstörungen

Wie können sich schulische Probleme auf die Betroffenen auswirken?

Schulprobleme bedeuten in jedem Fall emotionalen Dauerstress für alle Betroffene. Man gerät schnell in einen Teufelskreis, indem die Sorgen und der Erwartungsdruck die Probleme weiter verstärken. Zudem entsteht durch die negativen Erfahrungen in der Schule ein mangelndes Selbstwertgefühl und als Folge können Verhaltensprobleme auftreten.


Wie sollte man sich bei schulischen Problemen verhalten?

In solchen Situationen kann Verständnis, Einfühlungsvermögen und Akzeptanz der Persönlichkeit des Kindes das Selbstvertrauen stärken. Oft führt ein offener Dialog unter den Betroffenen zur Entspannung der Situation.

Kinder brauchen Zeit zum Spielen, zum Entspannen und zum Ausleben ihrer Phantasie. Dadurch lernen sie die Anforderungen im Schulalltag zu bewältigen. Hilfreich sind vor allem autogenes Training, Massage, Yoga oder andere Entspannungsübungen.


Wie wird die Diagnose gesichert?

Der Kinderarzt wird zunächst das Vorliegen einer Seh- oder Hörstörung sowie eine Intelligenzminderung prüfen. Werden bestimmte Verhaltensprobleme vermutet, so schließen sich weitere Tests an. Wenn nötig, wird das Kind auch an einen Spezialisten überwiesen. Unter Umständen kann auch ein Psychologe untersuchen, ob spezielle Begabungen und Einschränkungen vorhanden sind.

Dagegen kann man die Teilleistungsstörung mit Hilfe von Testbögen, wie beispielsweise durch das Bielefelder Screening zur Früherkennung von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, diagnostizieren. Diese können ab dem Ende der ersten Klasse durchgeführt werden. Meist ist aber eine zuverlässige Diagnose erst am Ende der zweiten Klasse möglich.


Wie erfolgt die Therapie?

Im Falle einer Teilleistungsstörung helfen langfristig nur spezielle Übungsbehandlungen durch geschulte Pädagogen. Des Weiteren haben Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS) Anspruch auf gezielte schulische Förderung. Dies findet idealerweise zweimal wöchentlich in Kleingruppen bis maximal fünf Kindern statt. Die Kinder sollten dabei alle auf einem ähnlichen Leistungsniveau sein. In der Regel lassen sich Schulprobleme durch früh einsetzende Förderung besser meistern. Dagegen wächst die Legasthenie leider nicht ganz aus.


Letzte Aktualisierung am 03.11.2009.

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